Wie wird ITP diagnostiziert?

Manchmal treten bei ITP-Patienten deutliche Symptome wie die sogenannten Petechien oder großflächige Blutergüsse auf Armen und Beinen. Einige ITP-Patienten haben jedoch gar keine Symptome. Manchmal fällt dem Arzt der geringe Thrombozytenwert bei einer aus einem anderen Grund durchgeführten Blutuntersuchung auf. Bei einem Verdacht auf ITP führt der Arzt zur Diagnose Untersuchungen durch, um andere Krankheiten als Ursache für den verringerten Thrombozytenwert auszuschließen (Ausschluss-Diagnose).

Ausschluss von anderen Erkrankungen und Ursachen

Auch andere Erkrankungen können einen Mangel an Thrombozyten auslösen und diese müssen als Ursache ausgeschlossen werden. Dazu gehören beispielsweise Infektionen wie Malaria, Röteln, HIV/AIDS, Leukämie, eine alkoholbedingte Gerinnungsstörung, eine Thrombozytopenie hervorgerufen durch Schwangerschaft oder ein angeborener Thrombozytenmangel. Aber auch einige Medikamente können die Anzahl der Blutplättchen vorübergehend verringern. Deshalb ist es wichtig, im Gespräch mit dem Arzt zur Krankengeschichte an alle Medikamente, die eingenommen werden – auch die frei verkäuflichen – zu denken.

Blutentnahme

itp_pics-5Mit der Untersuchung des Blutes wird die Anzahl der Thrombozyten bestimmt. Die Diagnose kann unterstützt werden durch den Nachweis von Antikörpern gegen die Membranproteine der Blutplättchen.

Entnahme von Knochenmark

Sprechen alle Untersuchungsergebnisse für eine Immunthrombozytopenie, können aber die Antikörper nicht nachgewiesen werden, besteht die Möglichkeit, eine Knochenmarkprobe (Knochenmarkpunktion) durchzuführen. Dieses Verfahren wird auch häufig angewandt, wenn zur Diagnose noch Unklarheiten bestehen. Dafür wird mit örtlicher Betäubung eine Probe aus dem Knochenmark der Hüfte (des Beckenkammes) entnommen.