Wie äußert sich eine ITP?

Als Erstes müssen Sie wissen, dass ITP für die meisten Menschen keine schwerwiegende oder lebensbedrohliche Erkrankung darstellt. Schwere Blutungen infolge einer ITP sind sehr selten. Doch einige Blutungen treten recht häufig auf – tatsächlich ist das oft der Grund dafür, weshalb eine ITP überhaupt festgestellt wird.

Hauteinblutungen (Petechien)

Am ganzen Körper können punktförmige, braunrote Flecken auftreten (Petechien), die an Flohstiche erinnern. Am häufigsten bilden sich diese kleinen Hauteinblutungen an den Beinen. Petechien schmerzen nicht, bilden keine Schwellungen oder Bläschen und sind nicht tastbar.

Schleimhautblutungen

Ohne erkennbaren Grund können auch die Nase oder das Zahnfleisch mitunter recht stark bluten. Aber auch andere Schleimhäute wie die des Magens, der Vagina und der Harnwege neigen zu spontanen Blutungen. Frauen mit einer chronischen Immunthrombozytopenie haben häufig eine stärkere und länger andauernde Menstruationsblutung.

Blutergüsse/blaue Flecken (Hämatome)

blaue fleckenSelbst bei leichtem, von den Patienten meist unbemerktem Anstoßen bilden sich rasch unangemessene große blaue Flecken (Hämatom). Bei einem Hämatom handelt es sich um eine Ansammlung von geronnenem oder teilweise geronnenem Blut unter der Haut.

Verstärkte Blutung bei kleinen Verletzungen

Bei kleinen Verletzungen wie sie im Alltag zum Beispiel beim Anstoßen gegen einen Gegenstand oder kleineren oder größeren Schnittverletzungen auftreten können, dauert es länger als üblich, ehe diese aufhören zu bluten.

Organblutungen

Im schlimmsten Fall kann es im Rahmen der ITP auch zu inneren Blutungen in den Organen und im Gehirn kommen, die zum Teil lebensbedrohlich verlaufen können.