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Grundsätzlich gilt, dass Patienten mit ITP ein weitgehend normales Leben führen können, vor allem wenn der individuelle Thrombozytenwert, bei dem es keine Blutungsneigung gibt, stabil ist. Patienten mit ITP sollten alle sie behandelnden medizinischen Fachkräfte und Ärzte, Zahnarzt, Pflegepersonal und Rettungspersonal informieren, dass sie ITP haben. Idealerweise sollte ein ITP-Patientenpass mit relevanten Informationen wie zum Beispiel derzeitige Therapie, Dokumentation der Thrombozytenwerte oder auch eine Telefonnummer für Notfälle mitgeführt werden.

Sportliche Aktivitäten

itp_pics-2Sportarten wie Kampfsport, Fußball, Handball oder Mountainbiking können eher zu potentiell gefährlichen Verletzungen führen. Dagegen sind Sportarten mit einem geringen Verletzungsrisiko wie Joggen, Tennis, Schwimmen und Fahrrad fahren auch für Patienten mit ITP geeignet, vorausgesetzt der Thrombozytenwert ist ausreichend hoch und es besteht keine Blutungsneigung.

Schmerzmittel

itp_pics-4Einige Schmerzmittel, die es ohne Rezept in der Apotheke gibt, beispielsweise Acetylsalicylsäure (ist auch in vielen Kombinationspräparaten enthalten) und nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR), verlangsamen die Blutgerinnung und können Ihr Blutungsrisiko erhöhen. Bekannte Beispiele hierfür sind Aspirin und Ibuprofen. Diese Schmerzmittel sollten nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt auch über alle freiverkäuflichen Arzneimittel, die Sie einnehmen, wie etwa Vitamine, Nahrungsergänzungs- und Kräuterheilmittel.

Operative Eingriffe

Größere zahnärztliche Eingriffe wie Ziehen eines Zahnes oder Wurzelbehandlung, werden in der Regel erst ab einer Thrombozytenzahl, die für den Patienten kein Risiko darstellt, durchgeführt. Eventuell muss eine solche Behandlung verschoben werden bis dieser Wert erreicht ist. Einfache Zahnbehandlungen sind dagegen weniger kritisch. Vor Beginn einer Zahnbehandlung muss der Zahnarzt auf jeden Fall über die bestehende ITP informiert werden.

Patienten-Pass oder Notfallausweis

Patienten mit ITP sollten immer einen entsprechenden Patientenpass oder einen Notfallausweis mit sich führen, in dem die Erkrankung, Risiken, Medikamente und gegebenenfalls die Entfernung der Milz dokumentiert sind. Auch sollte eine entsprechende Kontaktadresse für Notfälle sowie die Telefonnummer des behandelnden Arztes enthalten sein.

Über ITP sprechen

itp_pics-16Die Diagnose ITP kann beängstigend sein und Gefühle des Stresses und der Verwirrung auslösen. Ein Mensch mit ITP braucht Geduld und Zeit, um sich auf die Erkrankung einzustellen. Daher sind Gespräche bei einer ITP-Erkrankung besonders wichtig. Versuchen Sie deshalb, mit Ihrer Familie und Ihrem Arzt zu sprechen. Reden Sie auch mit Ihren Freunden, Ihrem Arbeitgeber oder Ihren Lehrern. Wir verstehen, dass darüber zu sprechen manchmal schwierig sein kann, insbesondere dann, wenn Sie keine Symptome ausgedehnter Blutungen aufweisen. Über eine Erkrankung zu reden ist am schwierigsten, wenn man keine Symptome hat. Denken Sie daran: Sie können sich mit ITP gesund fühlen.