Wie wird die Immunthrombozytopenie diagnostiziert?
Blutentnahme
Mit der Untersuchung des Blutes wird die Anzahl der Thrombozyten bestimmt. Die Diagnose kann unterstützt werden durch den Nachweis von Antikörpern gegen die Membranproteine der Blutplättchen.
Entnahme von Knochenmark
Sprechen alle Untersuchungsergebnisse für eine Immunthrombozytopenie, können aber die Antikörper nicht nachgewiesen werden, besteht die Möglichkeit, eine Knochenmarksprobe (Knochenmarkspunktion) durchzuführen. Dieses Verfahren wird auch häufig angewandt, wenn zur Diagnose noch Unklarheiten bestehen. Dafür wird mit örtlicher Betäubung eine Probe aus dem Knochenmark der Hüfte (des Beckenkammes) entnommen.
Ausschluss von anderen Erkrankungen und Ursachen
Auch andere Erkrankungen können einen Mangel an Thrombozyten auslösen und diese müssen als Ursache ausgeschlossen werden (Differenzialdiagnose). Dazu gehören beispielsweise Infektionen wie Malaria, Röteln, HIV/AIDS, Leukämie, eine alkoholbedingte Gerinnungsstörung, eine Thrombozytopenie hervorgerufen durch Schwangerschaft oder ein angeborener Thrombozytenmangel. Aber auch einige Medikamente können die Anzahl der Blutplättchen vorübergehend verringern.
Deshalb ist es wichtig, im Gespräch mit dem Arzt zur Krankengeschichte an alle Medikamente, die eingenommen werden - auch die frei verkäuflichen - zu denken.
